Sumatra/Indonesien: Cap Anamur startet Hilfe in Südost-Asien

Artikelinfo
Datum: 
30.12.2004
Autor: 
Office Cap Anamur

Nach der schlimmsten Naturkatastrophe seit Menschengedenken, dem verheerenden Seebeben in Südasien, fliegt am 1. Januar ein erstes Team auf die Insel Sumatra, um Erkundungen in der nördlichen Provinz Aceh durchführen.

Sumatra lag dem Epizentrum des Bebens am nächsten, die Ausmaße der Katastrophe sind hier noch nicht erfasst, es wird aber auch in dieser Region von vielen Opfern und einer großen Zerstörung durch die Flutwelle ausgegangen. Im Moment sprechen die Behörden von bis 10.000 Toten allein in Aceh.

Cap Anamur wird medizinische Hilfe leisten, um so die Ausbreitung von Krankheiten, vor allem Malaria, Dengue-Fieber und Durchfallerkrankungen, zu mindern. Die Wasserversorgung ist vollständig zusammengebrochen, wir wollen dazu Aufbereitungsanlagen aufbauen und die Menschen mit Medikamenten, Nahrungsmitteln und Kleidung versorgen.

Die Region um Aceh ist seit Jahren Bürgerkriegsgebiet, die Rebellenorganisation "Freies Aceh" kämpft für die Unabhängigkeit von Indonesien. Erst am Mittwoch hat die Regierung das Gebiet, das wegen der Unruhen unter Ausnahmezustand steht, für Hilfsorganisationen geöffnet.