Indonesien: Schule in Ngong-Bong fertiggestellt!

Artikelinfo
Datum: 
04.09.2006
Autor: 
Office Cap Anamur
Nach nur dreimonatiger Bauzeit konnte Cap Anamur die Schule nun gemeinsam mit den örtlichen Vertretern der Gemeinde Ngong-Bong eröffnen. Das Gebäude in der indonesischen Bergregion Ngipar war am 27. Mai 2006 durch ein schweres Erdbeben völlig zerstört worden. Der dringend benötigte Schulkomplex wurde in einer festlichen Zeremonie offiziell übergeben.

Das Beben hat die gesamte Region erschüttert, wobei etwa 6000 Menschen starben, weitere 70.000 verletzt und Hunderttausende obdachlos wurden. Die desolate Situation, bei der die Infrastruktur weitestgehend zerstört worden war, machte ein schnelles und unkompliziertes Handeln unserer Organisation erforderlich, so dass schon Anfang Juni ein medizinisch-technisches Team vor Ort war.

Da die medizinische und nahrungsmittelbezogene Versorgung in der schwer zugänglichen Region bis Anfang August zufriedenstellend gesichert werden konnte, blieb nur noch die Beendigung der Bauarbeiten an der wiederherzustellenden Schule abzuwarten.

In einem Rotationsverfahren wurden bis zu vierzig einheimische Arbeiter aus Ngong-Bong an den Bauarbeiten beteiligt. Neben Löhnen konnte so auch möglichst vielen Menschen praktisches Wissen zur Wiederherstellung ihrer eigenen Heimstätten vermittelt werden. Nachdem zu Beginn ein Provisorium zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs errichtet worden war, musste zunächst unter abenteuerlichen Bedingungen Baumaterial organisiert und in die schlecht erreichbare Region geschafft werden. Trotz der anfänglich widrigen Umstände kam der Aufbau vor allem durch die unglaubliche Solidarität der Einheimischen in Folge gut voran.

Das besonders erdbebenresistente und in Gemeinschaftsarbeit erreichte Ergebnis, das von der Planung bis zur Fertigstellung gerade mal zwölf Wochen gedauert hat, kann sich sehen lassen. So wird es unseren Teammitgliedern und der Bevölkerung in Ngong-Bong besonders schwer fallen, voneinander Abschied zu nehmen.

Dennoch wird man es Cap Anamur nicht übel nehmen, sich aus der Region zurückzuziehen, da die Versorgungssicherheit wiederhergestellt und das Schulbauprojekt abgeschlossen ist, sowie zudem sanitäre Einrichtungen für die Gemeinde finanziert worden sind. Unser Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern.