LIBANON | Schulbesuch für syrische Flüchtlingskinder

Artikelinfo
Datum: 
22.12.2016
Autor: 
Volker Rath

Endlich zur Schule: Fast fünf Jahre leben die Jungen und Mädchen aus dem Großraum Homs in Syrien nun in der Provinz Saida, im Süden des Libanons. Viele von ihnen haben noch nie eine Schule von innen gesehen. Dabei sieht das von der libanesischen Regierung eingeführte Schulprogramm für syrische Flüchtlinge vor, dass die Kinder am Nachmittag kostenfrei die Schulen besuchen dürfen.

Leider hat niemand über den Schulweg nachgedacht. Es gibt im Libanon keinen öffentlichen Nahverkehr sondern nur private Transportmöglichkeiten, die für die Syrer schlichtweg unerschwinglich sind. Dazu kommt, dass die Wohnstätten der Flüchtlinge meist in den Randgebieten der Städte liegen und somit die Schulen zu Fuß, insbesondere in der kalten Jahreszeit, nicht zu erreichen sind.

Nachdem unser Team im Libanon die Eltern motiviert und unterstützt hat, ihre Kinder an den Schulen anzumelden, wurden Busse gechartert. So gewährleisten wir die sichere Beförderung der etwa 300 Kinder zur Schule und zurück und ermöglichen ihnen den Besuch des libanesischen Unterrichts.

Darüber hinaus beteiligen wir uns in Kooperation mit anderen Nichtregierungsorganisationen am Aufbau einer Vorschule in einem Flüchtlingscamp. Die Lehrer bereiten die rund 180 Kinder im Vorschulalter auf den Unterricht im Libanon vor, der in englischer Sprache stattfindet. Es nehmen auch einige ältere Kinder teil, die keinen Platz mehr im lokalen Schulprogramm erhalten haben.

>>> Unterstützen Sie unsere Arbeit für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge:
http://cap-anamur.org/service/jede-spende-hilft

>>> Lesen Sie auch das Interview mit Volker Rath.