35 Jahre Cap Anamur - Retter auf hoher See

Artikelinfo
Datum: 
01.08.2014
Autor: 
Annette Hager
Quelle: 
WDR 3 Resonanzen

Es ist eine kleine Hilfsorganisation, die hingeht, wo es besonders schlimm ist: Cap Anamur. Am 1. August vor 35 Jahren wurde sie von Rupert Neudeck ins Leben gerufen. Geschaftsführer Bernd Göken berichtet, warum seine Organisation es noch nicht geschafft hat, sich überflüssig zu machen.


Die "Cap Anamur" begleitet von einem Boot der Hafenverwaltung vor Porto Empedocle auf Sizilien

Das Boot, das der Organisation ihren Namen gab: Die "Cap Anamur"

In bisher 59 Ländern waren die Teams im  Einsatz, aktuell in neun Staaten wie Afghanistan, Syrien, Sierra  Leone, Nordkorea oder der Zentralafrikanischen Republik. Mehr als 1.000  Mitarbeiter sind schon ausgerückt in Kriegs- und Krisengebiete. Ärzte, Krankenpfleger, Bauingenieure, Handwerker. Rupert Neudeck und seine Frau Christel sind quasi die Eltern der Kölner Hilfsorganisation. Am 1. August 1979 gründeten sie Cap Anamur zusammen mit Freunden wie dem Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll. Zwischen 1979 und 1986 retteten couragierte Mitarbeiter fast 11.400 vietnamesische Flüchtlinge aus dem Südchinesischen Meer. Medizinische Versorgung und der Zugang zu Bildung sind seit vielen Jahren die Schwerpunkte der Arbeit. Das Prinzip ist, immer kleine Teams zu entsenden, die sogleich Menschen vor Ort ausbilden.

Ein Gespräch mit dem Geschäftsführer Bernd Göken:

http://www.wdr3.de/zeitgeschehen/capanamur106.html