Hilfe aus Ehrenfeld

Artikelinfo
Datum: 
26.06.2012
Quelle: 
Express

E h r e n f e l d – Cap Anamur - der Name steht für Hilfe aus Deutschland, genauer gesagt aus Köln, noch genauer aus der Thebäerstraße in Ehrenfeld. Hier residiert die Organisation, für die deutsche Ärzte und Schwestern in aller Welt Leben retten und Kranken helfen. EXPRESS stellt zwei Helfer vor.

Ehrenfeld

Yasmin Hiller, Krankenschwester, 35 Jahre, lebt seit vielen Jahren in Köln, geboren in Mönchengladbach, Einsätze mit Cap Anamur in Liberia, Angola und Somalia. „Ich habe im August 2011, zu Beginn des Somalia- Projektes einige Wochen im Banadir-Krankenhaus gearbeitet. Im Banadir-Krankenhaus haben wir angefangen die vier Kinderstationen zu betreuen. Wir fanden ein in jeglicher Hinsicht chaotisches, strukturloses, überlastetes Krankenhaus vor.“

Hiller: „Unsere kleinen Patienten hatten schwerste Formen der Unterernährung, oftmals in Kombination mit anderen Krankheitsbildern wie zum Beispiel Malaria, Durchfall, chronische Blutarmut, akute Lungenerkrankungen und Wurmerkrankungen.“

Markus Hohlweck , Arzt , Internist, arbeitet in Troisdorf  Sieglar als Oberarzt, wohnt in Bonn, 51 Jahre, war mehrfach für Cap Anamur in Somalia, „Nahezu jedes der Kinder litt nach oft tagelangem Fußmarsch auf der Flucht an massiver Unterernährung. Für diese ausgemergelten kleinen Körper bedeutete dann ein bei uns banaler Durchfall oft den Tod. Etwa 60 Prozent der Kinder hatten Malaria, schwere Formen von Hirnhautentzündungen und Tuberkulose.“

Ehrenfeld

Bei vielen der Kinder kam auch unsere Hilfe zu spät. „Täglich starben bis zu acht unserer Patienten. Dies war während der gesamten Zeit nur sehr schwer zu ertragen und hat jeden tief berührt. Der tägliche Kampf um das Leben der unschuldigen Kinder war für alle im Team ein enormer Ansporn, auch mit den beschränkten Mitteln und unter einer sehr angespannten Sicherheitslage täglich unser Bestes zu geben.“

Wenn auch Sie helfen wollen: Geschäftsführer Bernd Göken (Telefon: 02 21/9 13 81 50) sagt Ihnen, wie es geht.