NEPAL | Neue Brunnen für unsere Schulen

Artikelinfo
Datum: 
29.09.2016
Autor: 
Office Cap Anamur

Nach dem verheerende Erdbeben im April 2015 östlich der Hauptstadt Kathmandu haben wir bereits während der Nothilfephase begonnen, unsere Wiederaufbaumaßnahmen zu planen. Nach nur 11 Monaten war die Schule im Bergdorf Judeegaun fertig gestellt; in diesen Tagen konnten wir die zweite Schule in Chandeni eröffnen. „Auf das Ergebnis sind wir sehr stolz: Die neuen blau-weißen Schulpavillons sind in erdbebensicherer Bauweise errichtet worden und größer als ihre vom Erdbeben vollkommen zerstörten Vorgängerbauten“, berichtet unser Logistiker Horst Hühnlein.

NEPAL | New wells for our schools

Following the devastating April 2015 earthquake east of Kathmandu, we actually started our plans for reconstruction while the emergency relief phase was still ongoing. The school in the mountain village of Judeegaun was built in just 11 months, while our second school in Chandeni was opened just a few days ago. "We are very proud of the result. The new blue and white school buildings have been constructed to withstand earthquakes and they are larger than the ones that were completely destroyed by the earthquake", our logistics expert Horst Hühnlein says.

Ein großes Problem stellte jedoch die fehlende Wasserversorgung dar. Und so haben wir zum Abschluss unserer Wiederaufbauarbeit in Nepal begonnen, für beide Schulen einen Brunnen zu bohren, der ausreichend sauberes Wasser zu Tage fördern. Doch bevor die Brunnenarbeiten an unserem ersten Standort in Judeegaun beginnen konnten, mussten die durch die Regenzeit völlig verschlammten Zufahrtswege ausgebessert werden. "Zur Prüfung des Standortes, der etwa 200 Meter von der Schule entfernt liegt, haben wir angefangen, mit Schaufeln zu graben“, sagt Horst Hühnlein. „Aber schon nach fünf Metern mussten wir abbrechen, da wir auf Fels stießen. 50 Meter weiter starteten wir unseren zweiten Versuch – diesmal erfolgreich.“

However, one major problem was the lack of water. At the end of our reconstruction project in Nepal, we began excavating wells for each of the schools to provide them with an adequate supply of clean water. Before the digging work at our first site in Judeegaum could even begin, the access roads that had been completely blocked with mud during the monsoons had to be restored. "When we surveyed the site, located 200 meters away from the school, we began digging with shovels", Hühnlein recalls. "But after only five meters, we had to stop as we struck bedrock. We made a second attempt 50 meters further away - and this time we were successful."

Das 12,5 Meter tiefe Loch von knapp 2 Metern Durchmesser wurde während der Grabungsarbeiten mit Betonringen gesichert. Sie schützen das Brunnenloch  vor einem Einsturz. Ein echter Knochenjob bei Temperaturen von 40 Grad und 92 Prozent Luftfeuchtigkeit. Doch es hat sich gelohnt: Der Brunnen ist sehr ergiebig. Momentan verlegt unser Team Rohre und elektrische Kabel zwischen Schule und Brunnen.

The 12.5-meter deep hole, almost 2 meters across, was secured with cement rings during the excavation work. The rings stop the well from collapsing in on itself. It was really back-breaking work in 40-degree heat and with 92-percent humidity. But it all paid off - the well provides a large amount of water. Currently, our team is laying pipes and electricity cables between the school and the well.

In Chandeni, unserem zweiten Standort, soll der neue Brunnen nicht nur die Schulkinder, sondern auch die Dorfgemeinschaft mit Wasser versorgen. Wir bauen diesen Brunnen in Zusammenarbeit mit der Organisation Grünhelme e.V., die sich in Nepal ebenfalls im Wiederaufbau engagiert.

In Chandeni, our second site, the new well will not only provide water for the school children, it will also supply the whole community with water. Yesterday, the water capacity was measured at five liters per second, which is definitely enough for the entire village. Several valves will now be installed so that the villagers will be able to access clean water from different points at the same time.

Um ausreichend Wasser pumpen zu können, musste dieser Brunnen mit einer Tiefe von 155 Metern gebohrt werden. Gestern wurde die Fördermenge des Wassers mit fünf Litern pro Sekunde gemessen, was vollkommen ausreichend ist, um das ganze Dorf mit Wasser versorgen zu können. Abschließend werden mehrere Entnahmestellen eingerichtet, damit die Dorfbewohner zeitgleich an verschiedenen Stellen sauberes Trinkwasser abzapfen können.