Neues Bauprojekt in Pakistan

Artikelinfo
Datum: 
29.10.2010
Autor: 
Office Cap Anamur

Rund 1,5 Millionen Menschen leben in Rajanpur. Laut offiziellen Angaben sind etwa 80 Prozent dieses Distrikts von der Flut betroffen. Vor den Überschwemmungen wurde dort vor allem Baumwolle, Weizen und Mais angebaut. Die meiste Anbaufläche gehört allerdings Großgrundbesitzern, die ihre Felder von Pachtbauern oder Tagelöhnern gegen einen Minimallohn bewirtschaften lassen. Auch ein Großteil der Wohnhäuser gehört diesen sogenannten landlords.

Deswegen hat das Cap-Anamur-Team für das neue Bauprojekt Dörfer gesucht, in denen die zerstörten Häuser den Bauern selbst gehören. Fündig wurden wir in Richtung des Indus, östlich der Stadt Jampur. Hier liegen drei besonders schwer verwüstete Dörfer. "In dieser Region wurden ganze Häuser und Bäume wie von einem Tsunami einfach weggespült" berichtet Vorstandsmitglied Dr. Werner Höfner nach seiner Rückkehr aus Pakistan.

Unser Logistiker Andreas Herr organisiert den Wiederaufbau von 150 Wohnhäusern. Cap Anamur stellt das Material zur Verfügung und beschäftigt rund 300 einheimische Maurer. Sie werden den Familien bei den Bau- und Renovierungsmaßnahmen mit Rat und Tat zur Seite stehen. "Allein der Transport des Baumaterials ist aufgrund zerstörter Wege und Straßen ein enormer logistischer Aufwand", so Höfner weiter. "Doch wir sind zuversichtlich, dass dieses Projekt in wenigen Monaten abgeschlossen sein wird. Dann können die Bewohner dieser Dörfer endlich die Zeltcamps verlassen und wieder nach Hause kehren."

Parallel läuft unser Programm für unterernährte Kinder im Distriktkrankenhaus von Rajanpur und den umliegenden Flüchtlingscamps weiter, ebenso die Bau- und Renovierungsmaßnahmen an verschiedenen Gesundheitsstationen und Krankenhäusern der Region.