Humanität ganz praktisch: Meller Schüler für Kinderhaus in Sierra Leone tätig

Artikelinfo
Datum: 
24.07.2015
Quelle: 
Osnabrücker Zeitung

Melle. Staubsaugen, Kochen, Zimmer aufräumen, Wände streichen, Kirschen pflücken, Rasen mähen, alles Arbeiten die gemacht werden müssen, aber niemand macht sie wirklich gerne. Die Schüler der Klasse 9a/b der Wilhelm-Fredemann-Oberschule suchten sich an den drei Projekttagen genau diese Arbeiten aus.

Humanität ganz praktisch: Die Schüler der Klasse 9a/b der Wilhelm-Fredemann-Oberschule haben drei Tage lang freiwillig für ein Kinderschutzhaus in Sierra Leone gearbeitet. Foto: Birgit Konermann-MetzFür eine Spende, die der Hilfsorganisation Cap Anamur zur Verfügung gestellt wird, arbeiteten die Schüler zu Hause, in der Schule und Nachbarschaft oder auf dem Reiterhof: „Wenn wir uns die Zeit selber einteilen können und morgens nicht so früh aufstehen müssen, dann bin ich dabei“, meinte Tabea. Einige Schüler nutzten die Zeit, um neue soziale Projekte kennenzulernen: Sie engagierten sich im Altenzentrum in Wellingholzhausen und in Neuenkirchen sowie bei der Meller Tafel.

So hat jeder Schüler auf seine Weise dazu beigetragen, dass insgesamt 400 Euro für das Hilfsprojekt „Pikin Paddy“ – ein Kinderschutzhaus in Sierra Leone, überwiesen werden konnte. Von diesem Projekt hatte Ole Hengelbrock (Artikel vom 13. Juni im Meller Kreisblatt ) im Juni in den Klassen berichtet: „Niemand lebt einfach so freiwillig auf der Straße, wir versuchen den Straßenkindern eine neue Perspektive zu geben und den Kontakt zur Familie (wieder) herzustellen“.

Für die gute Sache arbeiten und Geld sammeln: „Miteinander und Füreinander“ ganz praktisch helfen, das haben die Schüler ideenreich verwirklicht – „und Spaß hat es auch gemacht…“, meinte Judith zum Schluss.

http://www.noz.de/lokales/melle/artikel/599345/meller-schuler-fur-kinderhaus-in-sierra-leone-tatig