Helfen, wo die Not am größten ist

Artikelinfo
Datum: 
16.11.2016
Autor: 
Office Cap Anamur

Die vergessenen Krisen und Kriege

Help where misery is largest | The forgotten crisis and wars

Die öffentliche Aufmerksamkeit für die zahlreichen Krisen und Kriege dieser Welt ist begrenzt. Entsprechend spärlich ist oft das Hilfsangebot, das Menschen in langwierigen humanitären Notlagen zuteilwird. Dabei handelt es sich bei ihnen zumeist um Menschen aus ohnehin schon armen und marginalisierten Bevölkerungsgruppen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Menschen in eben solchen Notlagen zu helfen: so zum Beispiel in der sudanesischen Region der Nuba-Berge, die an der Grenze zum Südsudan liegt. Hier stehen militante Rebellengruppen einer ebenso gewaltbereiten Regierung gegenüber, die allesamt ihre eigennützigen Interessen auf Kosten der Zivilbevölkerung durchzusetzen versuchen. Hunderttausende Nuba-Familien wurden bereits aus ihren Dörfern vertrieben und suchen Schutz in den nahegelegenen Berghöhlen.

Cap Anamur versorgt diese Menschen seit nunmehr fast 20 Jahren. Wir liefern mit hohem logistischem Aufwand Medikamente in diese sehr abgelegene Gegend, betreiben ein Hospital im Dorf Lwere und sichern von dort aus den Betrieb von sechs umliegenden medizinischen Einrichtungen. Darüber hinaus führt unser Team regelmäßig großflächige Impfkampagnen durch und kümmert sich um unterernährte Kinder. Insgesamt behandeln wir jeden Monat rund 20.000 Patientinnen und Patienten. Abgesehen davon gibt es für diese Menschen kaum internationale Hilfe und so werden wir ihnen mit unserem langjährigsten Projekt auch in Zukunft zur Seite stehen.

The public attention for numerous crisis and wars in this world is limited. Accordingly, the offers for aid are rare, which addresses people in long lasting humanitarian emergency situations. Despite these people anyway belong to the poor and marginalized groups of population.  Our target is to help especially these people: For example in the Sudan region of the Nuba –mountains, close to the border to South-Sudan. Here militant rebel groups stand against a government, ready to use violence, which all follow their own interests on the cost of the civilians. Hundreds of thousands of Nuba-families have been displaced from their villages and seek shelter in the caves in the nearby mountains.

Cap Anamur supports these people almost since 20 years. With enormous logistical efforts we deliver medicines to this remote area, operate a hospital in the village of Lwere and secure the operation of 6 medical facilities in the surrounding areas. Furthermore our team undertakes frequent and extensive vaccination campaigns and takes care of malnourished children. All in all we treat about 20,000 patients a month. Besides us there is no international help for these people and thus we will support them also in future.

Ausbau der Versorgungsnetze

Ein ähnliches Konzept setzen wir in der Zentralafrikanischen Republik um, einem Land, das trotz eines nicht enden wollenden Bürgerkriegs ebenfalls in den Schatten aktueller Krisen gerückt ist. Hier bauen wir, ähnlich wie in den Nuba-Bergen, ausgehend von unserem Krankenhaus in Bossembélé als zentralem Standort ein satellitenartiges Versorgungsnetz mit Gesundheitsposten auf, um die Menschen in den ländlichen Gebieten zu erreichen.

Eine ganz anders geartete Krise durchleben die Menschen in Sierra Leone. Nachdem die Ebola-Epidemie in den vergangenen beiden Jahren weltweit größte Aufmerksamkeit auf die betroffenen Länder Westafrikas gezogen hat, ist mit dem Ende der Epidemie auch das öffentliche Interesse abgeebbt. Doch der zehnjährige Bürgerkrieg, der von 1991 bis 2002 tobte, und der bisher größte Ebola-Ausbruch der Geschichte haben große Folgeschäden hinterlassen: Das ohnehin schon schwache Gesundheitssystem Sierra Leones ist vollständig kollabiert. Wenig verwunderlich, immerhin hat das Virus allein in diesem Land 3.500 Menschenleben gefordert, darunter rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens.

Unser Team hat sich schon vor dem Ebola-Ausbruch in Sierra Leone mit der Sanierung des Kinderkrankenhauses in Freetown, der Hauptstadt des Landes, engagiert. Und auch während der Epidemie standen wir den Menschen bei, haben eine Isolierstation gebaut und ein Schutzhaus für Ebola-Waisen eingerichtet. Das offizielle Ende der Epidemie war für uns der Auftakt für ein weiteres Projekt: den Wiederaufbau des Gesundheitssystems. Inzwischen arbeiten wir seit eineinhalb Jahren im Krankenhaus von Makeni, im Herzen Sierra Leones. Obwohl 20 Mitarbeiter des Krankenhauses durch das Ebola-Virus starben, ist das einheimische Team hoch motiviert, der Klinik mit unserer Unterstützung wieder auf die Beine zu helfen. Die Fortschritte können sich sehen lassen: Wir haben eine neue Intensivstation errichtet, renovieren die Gebäude, liefern Medikamente sowie technische Geräte und bilden die Mitarbeiter fort.

Expansion of supply-networks

We apply a similar concept in Central-African-Republic, a country, which despite ongoing and never ending civil war is in the shadow of actual crisis. Here like in the Nuba-mountains we establish on the basis of our hospital in Bossembele a satellite type network of medical stations to reach people in rural areas.

The people in Sierra Leone have to cope with a quite different crisis. Since in recent years the Ebola-epidemic reached worldwide attention for the countries in West-Africa, with the end of the epidemic the interest of the world came to an end. However, the 10 years lasting civil war from 1991 to 2002 and the largest Ebola epidemic in history have caused large consequential damages:  The anyway poor medical system totally collapsed, which is no wonder since 3,500 died from the virus, among them 400 employees of the medical sector.

Our team was active there with the refurbishment of the children’s hospital in the capital of Freetown even before the epidemic. But we helped during the epidemic, too, by erecting an isolation station and a shelter house for orphans. The end of Ebola for us was the starting point for another project: Re-construction of the health care system. Meanwhile since 1 ½ years we work in the hospital of Makeni, in the center of Sierra Leone. Despite 20 employees died from the virus, the local team is highly motivated to bring the hospital back into operation with our assistance. Progress can be seen: We have erected a new intensive care unit, refurbish the buildings, supply medicines and technical equipment and educate staff. 

 

>>> Jede Spende hilft!

Bitte unterstützen Sie uns, Menschen in andauernden humanitären Krisen zu helfen! Mit 70 Euro finanzieren Sie 20 Pakete hochkalorische Spezialnahrung für unterernährte Kinder. Einen Rundum-Impfschutz für fünf Kinder in den Nuba-Bergen ermöglichen Sie uns mit 110 Euro. 300 Euro kostet ein Set Untersuchungsinstrumente für die Ausstattung unserer Gesundheitsposten.

Please support us in helping people in long lasting humanitarian crisis! With only 70 Euro you can finance 20 packages of high calorific food for malnourished children.  An overall vaccination protection for 5 children in the Nuba-mountains you can make possible with110 Euro. And for 300 Euro we can get a set of medical instruments for our medical stations.