ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK | Ausbau des Krankenhauses in Bossembélé

Artikelinfo
Datum: 
31.10.2016
Autor: 
Office Cap Anamur

CENTRAL AFRICAN REPUBLIC | Extension and development of the hospital in Bossembélé

Seit gut zweieinhalb Jahren arbeiten wir in der Zentralafrikanischen Republik. Neben der Verbesserung der medizinischen Versorgung durch Fortbildung der medizinischen Kollegen stehen bei diesem Einsatz vor allem die Instandsetzung des Krankenhauses sowie dessen Ausbau im Fokus. Nach und nach renovieren wir die einzelnen Gebäude, bauen wenn es nötig ist größere Stationen und optimieren die räumlichen Strukturen.

Begonnen haben unsere Baumaßnahmen mit dem Neubau der Kinderstation, der bereits im Sommer 2015 eröffnet wurde und ausreichend Platz bietet für Konsultationen, Untersuchungen, die Milchküche und die Versorgung mangelernährter Kinder. Der breite Flur dient auch als Wartezimmer. Zudem gibt es einen Bereich für die stationäre Unterbringung der Kinder. Hier können infektiöse Kinder von denen, die durch Unterernährung immungeschwächt sind, in zwei abgetrennten Bereichen untergebracht werden. So beugen wir Ansteckungen vor.

Almost since three years we are active in Central African Republic. Besides the improvement of medical care by education and training for medical staff, our focus is on the refurbishment and further extension of the hospital. Step by step we renovate the buildings, built new stations where necessary and optimize building structures.

We started the construction work with the children’s station, which was opened in summer 2015 and offers room for consultations, check- ups, a “milk-kitchen” and treatment for malnourished children. The wide hallway serves as waiting area. Furthermore we have an area for inpatient accommodation. Here we can separate infected children from those immune compromised by malnourishment in order to prevent infection.

Baumaßnahmen auf Hochtouren

In diesem Jahr stand zunächst die Einrichtung der neuen Apotheke an, die seit März in Betrieb ist. Parallel wurde eine Patientenküche gebaut. Sie kann außerdem als Warteraum genutzt werden, damit die Patienten beziehungsweise die Mütter der kranken Kinder während der Regenzeit einen trockenen und sauberen Aufenthaltsort haben. Parallel haben unsere Mitarbeiter kleine Kanäle gegraben, über die das Regenwasser kontrolliert vom Krankenhausgelände ablaufen kann.

Im Anschluss, ab April, hat unser Bau-Team mit dem Ausbau der Entbindungsstation sowie der Renovierung des Operationstrakts samt Wundversorgungsraum begonnen. „Dafür mussten wir zunächst einen provisorischen Operationstrakt einrichten, denn der Krankenhausbetrieb wird während der gesamten Baumaßnahmen in vollem Umfang fortgeführt“, so Cap-Anamur-Architekt Andreas Tsukalas, der sich um die bauliche Entwicklung des Projekts kümmert. „Bei den täglichen Bauarbeiten erfordert das eine hohe Flexibilität.“

Construction at full blast

This year first we built the new pharmacy which is in operation since March. In parallel we erected a patients’ kitchen. The kitchen can also serve as waiting area, so that patient respectively mothers with sick children have a dry and clean place during the rain- season. Furthermore our staff dug little channels to have the water drained from the hospital area under control.

After this in April our construction team started with building a maternity unit and the refurbishment of the surgery station. “We had to built a provisional surgery station first, since the hospital continued operation during construction phase” said Cap Anamur architect Andreas Tsukalas, who is in charge of the construction work of the project. “This requires great flexibility in the day to day work”.

Wasser, Strom und Licht

Nicht weniger wichtig war die Instandsetzung des Brunnens, der die Wasserversorgung der gesamten Einrichtung gewährleitet: „Nachdem wir die notwendigen Grabungen bis zum Grundwasser abgeschlossen hatten, konnten wir eine neue Pumpe einbauen und den Wasserturm installieren“, berichtet Marius Akpe, unser langjähriger Logistiker. „Im Anschluss haben wir uns um das Lichtsystem gekümmert.  Dank der neuen Solarmodule können nun sowohl die Pädiatrie, die Geburtsstation, der Kreissaal sowie das Labor nachts beleuchtet werden. Das erleichtert die Arbeit in den dunklen Nachtstunden enorm.“

Die Baumaßnahmen werden trotz der Regenzeit fortgeführt, obwohl wir zu dieser Zeit immer einen deutlichen Anstieg der Patientenzahlen haben – darunter vor allem Menschen mit Malariainfektionen und Lungenentzündungen. Erfreulich ist, dass entsprechend der Entwicklung im technischen Bereich ebenso die medizinische Versorgung optimiert werden konnte: Das Personal ist motiviert bei der Arbeit und achtet auf den Stationen vorbildlich auf die Einhaltung der Hygienestandards, so dass bisher noch keine Sekundärinfektionen aufgetreten sind. Trotz sehr hoher Patientenzahlen kann das Krankenhausteam eine gute Behandlung sicherstellen. Die wöchentlichen Fortbildungen sind gut besucht, so zum Beispiel die von unserem Geburtshelfer Alain, die zu einem bedeutenden Fortschritt zur Qualitätsbesserung in der Geburtsstation geführt hat. In der Chirurgie führen wir regelmäßig Schulungen zu den Themen Hygiene und Sterilität durch. So soll der bereits sehr gute Standard der Abteilung weiter aufrecht erhalten werden.

Water, electric power and light

Not less important was the refurbishment of the water well, which secures water supply for the whole institution. “After we completed digging down to groundwater level we could install a new pump and built a water tower” Markus Apke, our logistic manager reports. “Thereafter we addressed the light system. Thanks to the solar modules we are able now to light the paediatrics ward, the maternity station, the delivery room and the laboratory at night. This makes work a lot easier during darkness.”

The construction goes on despite rain-season, while we have increasing numbers of patients at this time- among them Malaria infections and pneumonia. It is pleasing that with the good technical development the medical care could be optimized, too. The staff is highly motivated and is exemplary looking to maintain high hygienic standards, so that so far no secondary infections have occurred. Despite high numbers of patients the hospital team can ensure adequate and good treatment. The weekly trainings are well accepted such as the training for birth assistance by our staff- member Alain, which lead to a significant improvement of quality in the maternity station. In the surgery department we provide trainings in hygienic and sterility. Thus the already good standard of the station can be maintained.

Unser zweiter Standort

In Yaloké, unserem zweiten Standort in der Zentralafrikanischen Republik, haben wir die Versorgung aller Gebäude mit Elektrizität deutlich verbessert. Alle Stromleitungen wurden gegen zuverlässigere Kabel ausgetauscht, die Gebäude umfassend mit Leuchten versorgt. Auch die notwendigen Reparaturen an beschädigten Türen und Fenstern sowie undichten Dächern wurden begonnen und zum Teil bereits abgeschlossen. Um den Hygienestandard weiter anzuheben, wurden zwei Sterilisationsgeräte in Betrieb genommen. Entsprechende Einführungskurse und Probeläufe sichern die fachgerechte Bedienung durch das einheimische Personal.

>>> Lesen Sie auch den Zeitungsartikel über den Cap-Anamur-Arzt Igor Kindler, der für 6 Monate in der Zentralafrikanischen Republik im Einsatz war.

Our second project-site  

In Yaloke we have significantly improved the electric power supply for all buildings. All old power lines have been replaced by reliable cables, the buildings were equipped with sufficient lamps. We started repairs on doors, windows and leaking roofs and we have finished some work already. In order to increase hygienic standards we brought two sterilization devices into operation. Training courses and test- runs ensure proper operation by the local staff.

 

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