Uganda
Unser Handeln dort im Überblick:
- Bau eines inklusiven Bildungscampuses
- Fokus auf die Berufsvorbereitung der Schüler:innen
Uganda
Unser Handeln dort im Überblick:
- Bau eines inklusiven Bildungscampuses
- Fokus auf die Berufsvorbereitung der Schüler:innen
Unser Ziel
Bau eines inklusiven Bildungscampuses
In Uganda haben viele Kinder keinen verlässlichen Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung. Insbesondere in ländlichen Regionen und vor allem dann, wenn sie mit einer Behinderung leben. Überfüllte Klassenräume, fehlende digitale Infrastruktur, nicht barrierefreie Gebäude und ein Mangel an qualifizierten Lehrkräften prägen vielerorts den Schulalltag.
Cap Anamur – Deutsche Not-Ärzte e.V. setzt mit dem Bildungscampus in Soroti ein zukunftsweisendes Modellprojekt um. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem Bildung zeitgemäß, inklusiv und nachhaltig gestaltet wird. Es entsteht ein Campus, auf dem Kinder mit und ohne Behinderung selbstverständlich gemeinsam lernen, digitale Kompetenzen erwerben und neue Perspektiven für ihre Zukunft entwickeln können.
Aktuelles
Projektberichte
Update aus Soroti, Uganda – Gemeinsam Schule neu denken
In Soroti wächst eine Schule, die Bildung, Inklusion und Zukunft für alle Kinder neu definiert.
Cap Anamur baut eine inklusive Grund- und Sekundarschule für Uganda
In der neuen Schule wird neben Inklusion auch ein besonderer Fokus auf der Berufsvorbereitung liegen, um die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf ihre Zukunft vorzubereiten.
Gesundheitliche Eckdaten*
Lebenserwartung
71/65 Jahre
(Frauen/Männer)
Säuglingssterblichkeit
28
pro 1.000 Geburten
Ärzt:innen
0,2
pro 1.000 Einwohner:innen
Cap Anamur Engagement in Uganda
1981 - 199219982003 – 2016seit 2024
Quelle: Statistisches Bundesamt
Die Situation in Uganda
Politische Lage
Uganda erlangte 1962 seine Unabhängigkeit vom britischen Protektorat. Von 1966 bis 1986 wurde das Land von autoritären Machthabern wie Milton Obote und Idi Amin regiert. Diese Zeit war von Massakern an Oppositionellen und Volksgruppen sowie bürgerkriegsähnlichen Zuständen geprägt, die zu einem wirtschaftlichen Niedergang führten. Trotz politischer Stabilisierung in den letzten Jahren zählt Uganda weiterhin zu den ärmsten Ländern der Welt.
Soziale Lage
In den vergangenen Jahren hat sich die medizinische Versorgung verbessert, und immer mehr gut ausgestattete Krankenhäuser stehen der Bevölkerung zur Verfügung. Auch das Bildungssystem wurde seit 1997 erweitert: Es gibt eine kostenlose Grundschulbildung und seit 2007 eine kostenlose Sekundarbildung. Allerdings dominieren Privatschulen, deren Schulgeld für viele Familien unerschwinglich ist. Dadurch bleibt der Zugang zu weiterführenden Schulen zahlreichen Kindern verwehrt.
Besonders schwierig ist die Situation für Kinder mit Behinderung: Trotz gesetzlicher Fortschritte sind inklusive Bildungsangebote noch unzureichend ausgebaut. Viele Schulen sind weder barrierefrei noch personell darauf vorbereitet, Kinder mit besonderen Bedürfnissen angemessen zu fördern. Hinzu kommen gesellschaftliche Stigmatisierung und fehlende Unterstützung für Familien, wodurch betroffene Kinder häufig vom Schulbesuch ausgeschlossen bleiben oder ihre Ausbildung frühzeitig abbrechen müssen. Auch der Zugang zu medizinischer Rehabilitation, Hilfsmitteln und spezialisierter Betreuung ist vor allem in ländlichen Regionen stark eingeschränkt.
Cap Anamur war bereits in den Jahren 1981 bis 1992 sowie 1998 und von 2003 bis 2016 in Uganda aktiv. Zuletzt haben wir 2017 in den Krankenhäusern in Mojo und Kiryandongo die medizinische Versorgung von Neugeborenen und Kindern verbessert.
2015 unterstützte Cap Anamur das Krankenhaus von Lwala, das baulich in sehr schlechtem Zustand war. Die Einrichtung war die einzige in einem Umkreis von 100 Kilometern. Malaria ist in dieser Region die Haupttodesursache. Cap Anamur hat das Hospital instandgesetzt und das Personal fortgebildet.




















