8. März 2026 Allgemeines, Sudan

Weltfrauentag 2026: Frauenrechte sind Menschenrechte

Für jede Frau. Für jede Gemeinschaft. Für eine Welt ohne Gewalt und Ungleichheit.

Der Internationale Frauentag am 8. März erinnert uns daran: Frauenrechte sind keine Selbstverständlichkeit. Sie sind weltweit bedroht.

Noch immer erlebt etwa jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexualisierte Gewalt. In Konfliktregionen wird Vergewaltigung gezielt als Kriegswaffe eingesetzt. Gleichzeitig stirbt weltweit fast alle zwei Minuten eine Frau an vermeidbaren Komplikationen während Schwangerschaft oder Geburt – vor allem dort, wo Gesundheitsstrukturen zerstört, unterfinanziert oder politisch eingeschränkt sind.

Kriege, Vertreibung und Armut verschärfen diese Ungleichheiten dramatisch.

Doch Cap Anamur hält dagegen.

In unseren Projekten stärken wir gezielt Frauen – besonders dort, wo staatliche Strukturen versagen oder Frauen systematisch entrechtet werden:

  • Geburtshilfe und Notfallversorgung: In Krisen- und Kriegsregionen sorgen unsere Teams dafür, dass Schwangerschaft und Geburt kein lebensgefährliches Risiko sind.

  • Medizinische Hilfe für Überlebende sexualisierter Gewalt: Wir behandeln Betroffene medizinisch und unterstützen sie auf dem Weg zurück zu Würde und Sicherheit.

  • Medizinische Versorgung für Frauen in Afghanistan: Trotz politischer Rahmenbedingungen, die Frauenrechte massiv einschränken, ermöglichen unsere Teams Zugang zu Behandlung und Beratung und schaffen geschützte Räume für Frauen.

Frauen zu schützen bedeutet, ganze Gemeinschaften zu stärken. Wo Frauen Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung und Selbstbestimmung haben, profitieren Kinder, Familien und die Gesellschaft insgesamt.

Am Weltfrauentag stehen wir solidarisch an der Seite der Frauen, die unter Krieg, Gewalt und Diskriminierung leiden – und an der Seite unserer lokalen Mitarbeiterinnen, Hebammen, Ärztinnen und Pflegerinnen, die täglich unter schwierigsten Bedingungen Leben retten.

Denn Frauenrechte sind Menschenrechte.
Und Schutz ist kein Privileg, sondern ein Recht.

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Mehr Informationen

Gynäkologin Marina Hafenmayr war im vergangenen Jahr sechs Monate für uns im Sudan. Sie berichtet von der Lage der Frauen vor Ort: Ihr Alltag ist geprägt von Krieg, Hunger und sexualisierter Gewalt. Trotz großer Verantwortung innerhalb ihrer Dorfgemeinschaft fehlt ihnen die Autonomie, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.