22 Jahre Vorstand, mehr als 40 Jahre Cap Anamur
Dr. Werner Höfner verabschiedet sich aus dem Vorstand von Cap Anamur. Ein persönlicher Rückblick auf mehr als 40 Jahre Engagement und medizinische Einsätze.
Unser langjähriges Vorstandsmitglied Dr. Werner Höfner verabschiedet sich nach 22 Jahren aus dem Vorstand von Cap Anamur. Diesen Moment möchten wir zum Anlass nehmen, Danke zu sagen und auf eine besondere Verbindung zu unserer Organisation zurückzublicken.
Danke, Werner!
Wir danken Dr. Werner Höfner von Herzen für sein langjähriges und prägendes Engagement für Cap Anamur. Über mehr als vier Jahrzehnte hat er die Arbeit der Organisation aus unterschiedlichen Perspektiven begleitet und mitgestaltet. Dabei hat er nicht nur zahlreiche Einsätze als Arzt selbst erlebt und Projekte mitentwickelt, sondern auch über 22 Jahre Verantwortung im Vorstand übernommen.
Seine Erfahrung, seine Verbundenheit mit den Projekten und sein Blick auf die Arbeit vor Ort haben Cap Anamur über viele Jahre mitgeprägt und dazu beigetragen, die Organisation weiterzuentwickeln. Auch wenn er nun aus dem Vorstand ausscheidet, bleibt Dr. Werner Höfner der „großen Familie Cap Anamur“ verbunden.
Für die Zukunft ist ebenfalls gesorgt: Für Dr. Werner Höfner folgt Simone Ross in den Vorstand. Sie ist Cap Anamur schon seit vielen Jahren eng verbunden und kennt die Organisation aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Bei ihren Einsätzen hat sie erlebt, was unsere Arbeit vor Ort ausmacht und wie wichtig es ist, Menschen mit Respekt, Nähe und praktischer Hilfe zu begegnen.
Seit 2009 arbeitet Simone Ross auf einer pädiatrischen Intensivstation in Bonn und engagiert sich seit 2015 in Gesundheitsprojekten von Cap Anamur. Bei Einsätzen in Sierra Leone und Uganda sowie 2023 während eines sechsmonatigen Einsatzes in Bossembélé in der Zentralafrikanischen Republik hat sie wertvolle Erfahrungen in unserer Projektarbeit gesammelt.
Wir freuen uns sehr, dass Simone Ross diese Erfahrung und ihre persönliche Verbundenheit künftig auch in den Vorstand einbringt. Mit ihrer Haltung, ihrer langjährigen Nähe zu Cap Anamur und ihrem direkten Blick auf die Arbeit vor Ort ist sie für uns eine wunderbare Ergänzung und eine passende Nachfolgerin für Dr. Werner Höfner.
Wir freuen uns auf die gemeinsame Zukunft und sagen zugleich: Danke, Werner, für 22 Jahre Vorstand und für mehr als vier Jahrzehnte Engagement für Cap Anamur.
Ein persönlicher Rückblick von Dr. Werner Höfner
Liebe Spenderinnen und Spender,
nun endet nach 22 Jahren meine Vorstandstätigkeit bei Cap Anamur. Mein Engagement für diese von Rupert und Christel Neudeck gegründete Organisation begann mit einem ersten Einsatz 1983 im Bürgerkriegsland Tschad. Seither konnte ich in 17 von insgesamt 62 Projektländern medizinisch arbeiten, koordinieren und Projekte entwickeln. Eine unglaublich lange Zeit, in der ich an der Erfolgsgeschichte von Cap Anamur teilhaben durfte. Dabei ist die Grundidee von Cap Anamur nahezu unverändert geblieben: Schnelle und effektive Hilfe vor Ort, ob in Kriegen oder Naturkatastrophen und darauf aufbauend die Schaffung von sinnvollen und nachhaltigen Strukturen.
Als Beispiel möchte ich eines meiner „Lieblingsprojekte“ aus jüngerer Zeit nennen, unseren Einsatz in einem der ärmsten Länder unserer Welt, der Zentralafrikanischen Republik:
Noch inmitten eines brutalen Bürgerkrieges vorwiegend zwischen christlichen und muslimischen Milizen 2013 haben wir in 3 Krankenhäusern die zusammenbrechende Gesundheitsversorgung der Bevölkerung aufrechterhalten und in den Folgejahren weiter verbessert und ausgebaut. Hinzu kam der Neubau zerstörter Grundschulen und zuletzt die Errichtung einer weiterführenden Schule, um vor allem auch Mädchen eine solide schulische Weiterbildung zu ermöglichen. All dies wurde mit minimalem bürokratischem Aufwand und ohne bunte Werbekampagnen durchgeführt, aber mit großem Mut und Einsatz unserer engagierten Mitarbeiter.
Möglich wurde diese Arbeit erst durch Sie, liebe Spenderinnen und Spender, die Sie seit der Gründung von Cap Anamur 1979 all diese Projekte mit Ihren Spenden großzügig und kontinuierlich unterstützt haben – mein ganz besonderer Dank gilt daher Ihnen.
Die große Familie Cap Anamur, zu der ich auch weiterhin gerne gehören werde und die über Jahrzehnte ein wichtiger Bestandteil meines Lebens war, kann auf diese Leistung mit Recht stolz sein.
Werner Höfner


