Zwei Frauen, ein gemeinsames Ziel: Medizinische Versorgung in Bossembélé
Debasse Aubierge und Deta Blandine arbeiten seit vielen Jahren im Krankenhaus von Bossembélé in der Zentralafrikanischen Republik. Während Debasse für Impfungen, die Entwicklung von Kindern sowie Hygiene und Sanitärversorgung zuständig ist, leitet Deta die Entbindungsstation. Beide erleben täglich, wie die langjährige Unterstützung von Cap Anamur die medizinische Versorgung vor Ort stärkt.
Debasse Aubierge lebt und arbeitet seit dem Jahr 2000 in Bossembélé. Deta Blandine ist hier aufgewachsen und seit 2016 im Krankenhaus tätig. Beide kennen die Herausforderungen des medizinischen Alltags ebenso wie die Fortschritte, die das Krankenhaus in den vergangenen Jahren gemacht hat. Mit ihrer Arbeit tragen sie dazu bei, Kinder beim gesunden Aufwachsen zu begleiten, Schwangere medizinisch zu betreuen und Menschen im Krankheitsfall zu versorgen.
Von der ersten Impfung bis zur Geburt
Debasse Aubierge ist für das Impfprogramm sowie für Hygiene und Sanitärversorgung im Krankenhaus und in der Gemeinde verantwortlich. Sie impft Kinder und Schwangere und kontrolliert regelmäßig das Gewicht der jüngsten Patientinnen und Patienten, um ihre Entwicklung zu beobachten und mögliche Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. Dabei arbeitet sie mit weiteren Helferinnen zusammen, die das Krankenhaus unterstützen.
Deta Blandine leitet die Entbindungsstation. Gemeinsam mit ihrem Team begleitet sie etwa 50 bis 70 Geburten im Monat. Zu ihren Aufgaben gehören die Vorsorgeuntersuchungen von Schwangeren, die Betreuung während der Geburt und die Versorgung von Müttern und Neugeborenen. Auch bei medizinischen Notfällen, etwa starken Blutungen oder Eklampsien, muss das Team schnell handeln können. Wenn Komplikationen eine operative Entbindung notwendig machen, sind im Krankenhaus auch Kaiserschnitte möglich.
Die beiden Frauen arbeiten in unterschiedlichen Bereichen, verfolgen aber dasselbe Ziel: Menschen in Bossembélé eine zuverlässige medizinische Versorgung zu ermöglichen. Ihre Arbeit macht deutlich, wie viel Fachwissen, Verantwortung und persönlicher Einsatz dafür notwendig sind.
Das Team im Interview:
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Was sich durch die Unterstützung verändert hat
Seit vielen Jahren erleben beide Kolleginnen, wie sich das Krankenhaus weiterentwickelt. Debasse Aubierge hebt besonders hervor, dass durch Cap Anamur zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen wurden. Davon profitieren nicht nur das Krankenhaus und seine Patientinnen und Patienten. Auch Menschen aus der Gemeinde erhalten dadurch eine berufliche Perspektive und können ihren Lebensunterhalt sichern.
Deta Blandine betont, wie wichtig es ist, dass Patientinnen und Patienten kostenlose Medikamente erhalten. Dazu gehören unter anderem Kinder und ältere Menschen. Für Familien, die sich eine Behandlung sonst möglicherweise nicht leisten könnten, ist das eine entscheidende Hilfe.
Auch die medizinische Ausstattung ist für ihre Arbeit von großer Bedeutung. Deta berichtet, dass die notwendigen Geräte und Medikamente für die Versorgung bei Geburtskomplikationen vorhanden sind. Gleichzeitig gibt es weiterhin Herausforderungen. Debasse wünscht sich beispielsweise größere Räumlichkeiten, da die Büros, in denen sie und ihre Kolleginnen ihre verschiedenen Aufgaben organisieren, zu klein geworden sind.
Beide Frauen wissen, dass die Entwicklung des Krankenhauses noch nicht abgeschlossen ist. Neben der medizinischen Ausstattung sind ausreichend Platz, gute Arbeitsbedingungen und genügend qualifiziertes Personal wichtig, damit die Versorgung langfristig gesichert werden kann.
Medizinische Versorgung schafft Perspektiven
Die Arbeit im Krankenhaus hat auch das persönliche Leben der beiden Frauen geprägt. Deta Blandine erzählt, dass sie sich durch ihre Tätigkeit ein eigenes Haus bauen konnte und heute für ihre Kinder sorgt. Für Debasse Aubierge ist es besonders wichtig, dass das Krankenhaus den Menschen in Bossembélé nicht nur medizinische Hilfe bietet, sondern ihnen auch berufliche Perspektiven eröffnet.
Beide wissen, dass die Unterstützung des Krankenhauses weit über die unmittelbare Behandlung von Patientinnen und Patienten hinausgeht. Sie schafft Möglichkeiten für die Menschen vor Ort und stärkt die Gemeinde. Möglich wird diese Arbeit auch durch die Spenderinnen und Spender, die mit ihren Beiträgen die medizinische Versorgung unterstützen.
Debasse Aubierge richtet sich mit einem persönlichen Dank an sie: „Ich bitte Gott, über die Spender zu wachen, und wünsche ihnen viel Mut für das, was sie für unser Land tun. Vor allem für Bossembélé.“
Deta Blandine fasst ihre Dankbarkeit in wenigen Worten zusammen: „Mein wichtigstes Wort ist ein Dankeschön an Cap Anamur.“
Debasse Aubierge und Deta Blandine stehen stellvertretend für die vielen lokalen Mitarbeitenden, die sich Tag für Tag für die Gesundheit ihrer Gemeinde einsetzen. Ihre langjährige Arbeit zeigt, wie wichtig es ist, medizinische Einrichtungen nicht nur aufzubauen, sondern sie dauerhaft zu unterstützen und den Menschen vor Ort die nötigen Mittel für ihre Arbeit bereitzustellen. Mit ihren Spenden tragen Unterstützerinnen und Unterstützer dazu bei, dass das Krankenhaus von Bossembélé seine Patientinnen und Patienten auch in Zukunft versorgen kann.
