Ukraine
Unser Handeln dort im Überblick:
- Betrieb und Ausbau von Schutzunterkünften
- Sicherstellung von Strom- und Wärmeversorgung
- Fortlaufende medizinische Unterstützung und Versorgung mit wichtiger Ausrüstung
- Hilfe für besonders betroffene Regionen nahe der Frontlinie
Ukraine
Unser Handeln dort im Überblick:
- Hilfe für intern Vertriebene (südl. Ukraine)
- Kooperation mit lokalen Behörden / Kliniken
- Lieferung von Hilfsgütern ins Kriegsgebiet
Unser Ziel
Ukraine – Hilfe und Versorgung für Kriegsgeflüchtete
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs leistet Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte e.V. humanitäre Hilfe für die betroffene Bevölkerung. Während anfangs die akute Soforthilfe im Fokus stand, hat sich unsere Arbeit inzwischen weiterentwickelt.
Heute konzentrieren wir uns vor allem auf die Unterstützung von Binnenvertriebenen innerhalb der Ukraine. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Betrieb und Ausbau von Schutzunterkünften, in denen Menschen sicheren Wohnraum sowie Zugang zu grundlegender Beratung und Unterstützung erhalten.
Ergänzend leisten wir weiterhin medizinische Hilfe und versorgen besonders betroffene Regionen mit dringend benötigter Ausrüstung.
Aktuelles
Projektberichte
Cap Anamur leistet Winterhilfe für die Ukraine.
Seit November hat Cap Anamur an über 200 Haushalte in der ukrainischen Stadt Isjum Heizelemente verteilt. In der ersten Januarwoche konnten wir nun auch eine Lieferung in das 7 km entfernte Kamjanka schicken. Das völlig zerstörte Dorf ist seit Monaten ohne Energieversorgung und die Menschen sind auf dringende Hilfe angewiesen.
Heizöfen und Hilfsgüter für 70 Haushalte in Isjum
Seit Wochen wird die ukrainische Energieinfrastruktur durch gezielte Angriffe Russlands zerstört. Dies führt landesweit zu Ausfällen in der Stromversorgung. Damit geht auch die Versorgung mit Wasser und Heizungen einher. Daher versorgt Cap Anamur einige Haushalte und ein Krankenhaus in der östlichen Ukraine mit Wärmeöfen.
Schutzräume für Schulen in der westlichen Ukraine
Seit September findet in der Ukraine wieder Präsenzunterricht in den Schulen statt, dort wo es die Sicherheitslage erlaubt. Die Schulen müssen aber über einen Schutzkeller verfügen, um den Unterricht wieder durchführen zu dürfen. Daher hat Cap Anamur in Novoselyzja, im Westen des Landes Schutzräume für Schüler und Schülerinnen eingerichtet.
Ein enges Netzwerk an lokalen Partnern ist die Basis unserer Nothilfe
In den fünf Monaten, in denen Cap Anamur Nothilfe in der Ukraine leistet, haben wir ein festes Netzwerk an lokalen Partnern aufgebaut. Dazu zählen Verantwortliche aus den Stadtverwaltungen, Logistiker aber auch medizinische Fachkräfte, die unsere Arbeit wesentlich mitgestalten.
Nothilfelieferungen für Krankenhäuser in der östlichen Ukraine
Bereits seit Anfang April hat Cap Anamur die Lieferung dringend benötigter Medikamente und medizinischer Verbrauchsgüter bis nach Kiew ausgedehnt. Mittlerweile beliefern wir auch Krankenhäuser in der östlichen Ukraine. Denn besonders diese Gebiete sind immer schwerer zu erreichen und die Versorgungslage wird immer prekärer.
Cap Anamur Nothilfe in der Ukraine – Volker Rath berichtet in der aktuellen Podcast-Folge
In unserer aktuellen Podcast-Folge berichtet unser Vorstandsvorsitzender Volker Rath direkt aus der Ukraine. Er erläutert die Nothilfe-Maßnahmen, die Cap Anamur vor Ort durchführt und lässt viele Betroffene Menschen zu Wort kommen.
Gesundheitliche Eckdaten*
Lebenserwartung
80/67 Jahre
(Frauen/Männer)
Säuglingssterblichkeit
8
pro 1.000 Geburten
Ärzt:innen
3,5
pro 1.000 Einwohner:innen
Cap Anamur Engagement in der Ukraine
2015 - 2018seit Kriegsbeginn 24.02.2022 – heute
Quelle: Statistisches Bundesamt
Die Situation in der Ukraine
Politische Lage
Durch den Angriffskrieg des russischen Präsidenten Putin auf die Ukraine, ist die humanitäre Lage der Menschen im Land katastrophal. Es gibt flächendeckende Kriegshandlungen im ganzen Land, auch gegen zivile Einrichtungen. Mittlerweile befinden sich fast 4 Million Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht. (Quelle: UN)
Die ukrainische Bevölkerung leistet erbitterten Widerstand gegen den Überfall, militärisch und zivilgesellschaftlich. Es ist bis auf weiteres kein Ende des Konflikts abzusehen.
Soziale Lage
Seit Beginn des Krieges ist die ukrainische Bevölkerung mit immensem Leid konfrontiert. Ein Teil der Bevölkerung befindet sich auf der Flucht aus der Heimat, ein weiterer lebt als Binnenvertriebene im eigenen Land unter oft prekären Bedingungen. Ein anderer Teil kämpft verzweifelt und mutig gemeinsam mit dem ukrainischen Militär gegen den russischen Angriff. Die humanitäre Lage in der Ukraine verschlechtert sich von Tag zu Tag. Täglich Tote, Verletzte, Mangel an Lebensmitteln und Medikamenten, desolate Versorgung mit Wasser und Strom.
Bereits in den Jahren 2015-2018 hat Cap Anamur zwei Kliniken im Konfliktgebiet der Ost-Ukraine unterstützt.
Notunterkunft in einer Turnhalle in der Ukraine
Unser Engagement in der Ukraine
Während wir zu Beginn unserer Arbeit vor allem akute Nothilfe geleistet und Krankenhäuser mit dringend benötigten Medikamenten, Verbandsmaterialien, medizinischen Instrumenten und Babynahrung versorgt haben, liegt unser Schwerpunkt heute auf der Unterstützung von Binnenvertriebenen (IDPs).
Ein zentraler Bestandteil unserer aktuellen Arbeit ist der Betrieb und Ausbau von Schutzunterkünften. So betreiben wir unter anderem ein Frauen- und Familien-Shelter in Dnipro. Dort finden die Bewohnerinnen nicht nur sicheren Wohnraum, sondern auch Zugang zu sozialer, rechtlicher und medizinischer Beratung. Viele der Frauen nutzen diese Unterstützung, um sich Schritt für Schritt ein neues, selbstbestimmtes Leben aufzubauen.
Darüber hinaus engagieren wir uns in weiteren Unterkünften, insbesondere im Westen der Ukraine, etwa in der Region Czernowitz. Dort schaffen wir zusätzliche Kapazitäten, um auf die steigende Zahl Schutzsuchender zu reagieren.
Angesichts der wiederholten Angriffe auf die Energieinfrastruktur ist auch die Sicherstellung von Strom- und Wärmeversorgung ein wichtiger Bestandteil unserer Hilfe. Hier unterstützen wir unter anderem durch die Bereitstellung von Generatoren.
Ergänzend leisten wir weiterhin medizinische Hilfe – beispielsweise durch die Beschaffung und den Transport dringend benötigter Geräte wie Dialysemaschinen sowie durch den Versand von Notfall- und Trainingsequipment in besonders betroffene Regionen nahe der Frontlinie.
Wie es weitergeht
Der Krieg hält an, die Berichterstattung lässt nach. Doch wir bleiben an der Seite der Menschen. Die Lage in der Ukraine ist katastrophal und weiterhin unvorhersehbar. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um den Menschen dort beizustehen. In unseren Projektberichten und im Newsletter berichten wir über aktuelle Entwicklungen.









